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Under the Big Blue Sky & in the Red Rocks - Teil 3

Von

Mittwoch 24.8.2022


Wie üblich riss uns der Wecker um sechs aus dem Schlaf. Und wie gestern rannten wir beim Breakfast-Raum vergeblich an. Es gab wieder nichts (ok, nicht dass wir jetzt das Super 8 wegen dem gloriosen Frühstücksbuffet ausgewählt hätten, aber wenn im Preis inbegriffen und damit geworben wird, dann sollte man dies eigentlich auch liefern...). Da aber eh noch ein Besuch an der Tanke anstand, konnten wir dort zumindest ein Sandwich und was Flüssiges dazu besorgen.
Etwas war aber anders heute morgen: die Warnlampe für den Reifendruck die nach dem Starten des Fahrzeuges partout nicht löschen wollte. Eine optische Kontrolle ergab, dass alle Reifen wohl etwas Zusatzluft vertragen könnten und so gab es nicht nur einen Besuch der Zapfsäule, sondern auch noch der Luftstation. Manometer gab es natürlich keines und so füllten wir überall mal etwas Luft rein bis die Warnlampe weg war. Thema erledigt :)
Wir schauten dann mal beim Bahnhof vorbei was so los war und fuhren noch hinter der Werkstätte der MRL durch, welche sich hier in Livingston befand. Viel sah man aber nicht. Wie wir aber Livingston verlassen wollten, kam uns ein Eastbound Mixed entgegen. Hier war das Wetter eher mau, aber in Richtung Osten sah man einiges an Blau. Wir beschlossen den kurz mal bis maximal Big Timber zu verfolgen und zwei Morgenstellen damit umzusetzen. Bei Springdale stellten wir uns hin. Leider hatte das blaue Loch gerade keine Lust, respektive die Wolken oder Nebeldecke die da war dehnte sich langsam aus. Jedenfalls waren wir bei Ankunft noch in Sonne, als dann der Zug ein paar Minuten später da war, war Sonne weg:

ES44DC #7895 und ET44C4 #3772, sowie DPU C44-9W #4403 mit einem Mixed bei Springdale


Da es Richtung Osten eigentlich immer noch gut aussah, fuhren wir weiter nach Big Timber. Vor Ort mussten wir aber feststellen, dass das blaue Loch sich irgendwie komplett verabschiedet hat. Und vom angedachten Blick auf die Bergspitzen hinter Big Timber (Big Timber Peak und andere...) war schlicht nichts zu sehen, die verbargen sich in den Wolken.

ES44DC #7895 und ET44C4 #3772, sowie DPU C44-9W #4403 mit einem Mixed bei Big Timber


Zeit hier abzuhauen und sich dem eigentlichen Programmpunkt von heute zu widmen: dem Bozeman Local. Wir hatten im Vorfeld eine nette Stelle innerhalb Bozeman gesehen. Mal sehen ob die umsetzbar ist, sprich ob das Anschlussgleis heute bedient wird. Wir fuhren direkt nach Bozeman, haben auf der ganzen Fahrt aber auch nichts an Bewegung gesehen, welche eine Unterbrechung erfordert hätte. Beim Yard stellten wir uns mal hin und warteten. Die beiden eingeteilten GP35 waren bereits am Rangieren. Was uns gefiel: es waren unter anderem Grain Hoppers die da bewegt wurden. Da das Anschlussgleis direkt beim Yard abzweigt hatten wir auch den Überblick wenn da was hoch fährt. Die Bilder die wir gesehen haben sind alle so um 10.00 Uhr entstanden. Und siehe da, kurz vor zehn Uhr kamen geschobene Grain-Hoppers auf dem Anschlussgleis hochgefahren. Wir fuhren schnell hinterher, stellten uns am Fotopunkt hin und schauten dem Rangierspiel beim Grain Elevator zu. Leere Wagen holen, in kurzes Abstellgleis stellen, volle Wagen hinstellen und passend verteilen, leere Wagen wieder anhängen und retour in den Yard. Das besondere: es geht dazu immer quer über eine durchaus befahrene Strasse: viel getrööte ist also inklusive.

GP35 #405 und #404 mit dem Bozeman Local beim Bedienen des Grain-Elevators in Downtown Bozeman


GP35 #405 und #404 mit dem Bozeman Local beim Bedienen des Grain-Elevators in Downtown Bozeman


GP35 #405 und #404 mit dem Bozeman Local beim Bedienen des Grain-Elevators in Downtown Bozeman


Eine Viertelstunde später war das Schauspiel durch, wir glücklich und etwas planlos über das wie weiter. Wir beschlossen mal in Richtung Logan zu fahren, mal sehen was der Logan Local macht. Zudem haben wir zwischenzeitlich mal was von einem BNSF Ballast Train gehört welcher unterwegs sei. Ausfahrts Bozeman sahen wir dann eingeschaltete Signale, so dass wir uns mal kurz auf einen Overpass stellten. Es kam ein Mixed der BNSF, speziell die leeren Boeing-Train Cars zum Transport von Boeing 737 Rümpfen auf dem Weg retour ins Herstellerwerk.

ES44C4 #8076 und C44-9W #4813 mit einem Mixed kurz vor Bozeman. Hinter den Loks sind leere Boeing Cars zum Transport von Boeing 737 Rümpfen eingereiht.


Kaum waren wir im Auto spuckte der Scanner bereits wieder eine Durchgangsmeldung des Detectors bei Belgrade aus. So stellten wir uns nochmals in etwas veränderter Position hin:

C44-9W #4332 und ES44C4 #3253 am Zugschluss mit einem Schotterzug kurz vor Bozeman


Das war dann also der Ballast Train gewesen, der da unterwegs war. Schade: Da der angeblich aus der Pipstone Quarry kam, wäre der zeitlich passend durch den sehr fotogenen Jefferson Canyon gefahren. Aber wenn man nichts davon weiss, dann fährt man auch nicht einfach so an diesen Branch wo sonst nichts läuft.
So ging es nun endgültig nach Logan, wo wir uns mal kurz nach dem aktuellen Stand des Logan Locals umsehen wollten. Wie wir die Interstate Ausfahrt in Logan runter fuhren, sahen wir gerade den Schluss eines Güterzuges in Richtung Three Forks verschwinden. Das war jetzt perfektes Timing. Wir zogen auf der Frontage Road gleich vor in Richtung Three Forks und versuchten die gestrige Stelle zu erreichen. Als wir am Zug vorbei zogen waren wir ab dem Gesehenen positiv überrascht. Es war nicht der erwartete Local mit den beiden GP35, sondern ein leerer MRL Ballast Train mit SD40-2XR #261 und SD70ACe #4306 an der Spitze. Bingo! Die Hoffnung in der Vorbereitung der Ferien war ja da, dass wir auch noch einen Ballast Train erwischen. Die fahren aber nur bei Bedarf und so ist es halt auch etwas Glücksache. Wir hatten somit für die nächsten 2-3h ein Programm. Verfolgen des Ballast-Train in Richtung Whitehall/Pipestone. In Three Forks angekommen rannten wir schnellstmöglich an die Stelle am Interstate Overpass. Es reichte gerade so:

SD40-2XR #261 und SD70ACe #4306 mit einem leeren Schotterzug unterwegs bei Three Forks zur Beladung in der Pipestone Quarry bei Whitehall


Zurück zum Auto und weiter. Anstatt über Nebenstrassen entlang der Bahn entschlossen wir uns via Interstate und den Highway 287 gleich bis nach Sappington vorzuziehen, wo dann der spannende Teil des Geländes begann. Was wir nicht in Planung hatten. Kaum waren wir auf dem Highway 287 standen wir in einer Baustelle und warteten hinter einer roten Ampel auf ein Followme Auto - und das dauerte und dauerte und dauerte. Genau das was wir jetzt nicht brauchen konnten. Als dann endlich eines kam, hiess es über mehrere Meilen hinterher zu schleichen. Erst kurz vor Sappington war die Baustelle zu Ende: Zum Glück gerade so, dass man zukünftig besser den Weg entlang der Bahn nimmt, auch wenn es Nebenstrassen inkl. Schotterpiste ist. Sollte dennoch schneller sein als via die Baustelle.
Wir stellten uns bei Sappington einfach mal hin und warteten in der Hoffnung, dass der Zug noch nicht durch war. Unser Scanner spuckte dann plötzlich was mit technischen Problemen bei der Spitzenlok aus und dass der Zug jetzt vorerst mal in Willow Creek stehe und auf eine Maintenance Crew warte. Etwas zweischneidig für uns: hier durch war er in dem Fall noch nicht, aber ob er überhaupt noch kommt? Wir entschlossen uns zurück nach Willow Creek zu fahren und die Lage zu erkunden. Wir konnten damit auch gleich die Strassensituation austesten. Der Einstieg war eine gut fahrbare Schotterpiste, kurz vor Willow Creek ging das dann in eine asphaltierte Strasse über -> problemlos zu fahren, sprich so kann die Baustelle umfahren werden. In Willow Creek stiessen wir nicht nur auf den Ballast Train, sondern auch auf eine Handvoll Fotografen, von denen wir ein paar die Tage schon gesehen hatten. Wir suchten mal das Gespräch zwecks Infofindung. Es gab reichlich davon und erklärte gewisse die vergangenen Tage beobachtete Dinge. Kurz: Die SD40-2XR hatte Probleme mit dem Horn, Pneumatik im Allgemeinen. Maintenance war schon da und es solle bald weitergehen. Zusätzlich sollen hier nun einige weitere Ballast Hopper die im Siding abgestellt waren an den Zug gehängt werden, dann geht es weiter nach Whitehall und zur Quarry. Es soll dann heute noch beladen werden, so dass der Zug morgen zurückfährt. Und der Local stand auf Abruf in Logal und soll sobald die Strecke frei sei folgen und da gestern nicht nach Harrison heute dort hoch fahren. Er habe übrigens aktuell 0400 on Duty infolge Bauarbeiten den Tag durch (0900-1600) im Lombard Canyon.
Gerade letzteres beeinflusste unsere Planung der nächsten Tage recht stark. Für heute wollten wir mal dem Schotterzug folgen und dann sehen ob sich mit dem Logan/Harrison Local was machen lässt. Zwei der gut vernetzten Fotografen hatten dieselben Ideen und so hängten wir uns in Absprache gleich an die beiden Jungs.
Bald danach wurde rangiert:

SD40-2XR #261 und SD70ACe #4306 mit einem leeren Schotterzug unterwegs in Willow Creek zur Beladung in der Pipestone Quarry bei Whitehall


Und dann losgefahren:

SD40-2XR #261 und SD70ACe #4306 mit einem leeren Schotterzug unterwegs in Willow Creek zur Beladung in der Pipestone Quarry bei Whitehall


Es ging raus auf die Strecke zu einem Bahnübergang kurz hinter Willow Creek:

SD40-2XR #261 und SD70ACe #4306 mit einem leeren Schotterzug unterwegs bei Willow Creek zur Beladung in der Pipestone Quarry bei Whitehall


Nächste Idee war die Strassenüberführung bei Sappington wo wir beide zuvor mal standen. Es zeigte sich aber, dass wir da zu knapp dran waren, so dass die Kollegen gleich in Richtung Jefferson Canyon hinter Sappington vorrückten.
Hier postierten wir uns dann an einer passenden Stelle noch vor dem eigentlichen Canyon:

SD40-2XR #261 und SD70ACe #4306 mit einem leeren Schotterzug unterwegs im Jefferson Canyon zur Beladung in der Pipestone Quarry bei Whitehall


Im Canyon stellten wir uns dann auch noch einmal hin. Für eine zweite Stelle reichte es uns dann nicht, dazu war er zu schnell unterwegs:

SD40-2XR #261 und SD70ACe #4306 mit einem leeren Schotterzug unterwegs im Jefferson Canyon zur Beladung in der Pipestone Quarry bei Whitehall


SD40-2XR #261 und SD70ACe #4306 mit einem leeren Schotterzug unterwegs bei Cardwell zur Beladung in der Pipestone Quarry bei Whitehall


Ein letztes Bild entstand dann bei Cardwell, bevor wir dann den Schotterzug die restlichen Meilen bis nach Whitehall ziehen liessen und dafür rüber zum Harrison Branch wechselten.
Der Logan/Harrison Local war anhand der Scannermeldungen unterwegs und zwischenzeitlich wohl in oder kurz vor Sappington. Ab dort fährt er durch den schwer zugänglichen Antelope Canyon, kommt dann aber einige Meilen vor Harrison raus und ist aber dort bis Harrison gut fotografierbar. So stellten wir uns bei einer Trestle ausgangs Canyon hin und warteten. Via Scanner gabs zwischenzeitlich auch Bereitschaftsmeldungen und dann auch eine Abfahrmeldung. Doch alles warten zum Trotz - nix kam aus dem Antelope Canyon hoch. Nach zwei Stunden warten in denen der Zug trotz dem 10 mph Tempolimit auf dem Branch hätte kommen sollen, riss uns der Geduldsfaden. Wir fuhren zurück nach Sappington - keine GP35 dort - und dann weiter entlang der Strecke nach Logan. Wie befürchtet: die beiden GP35 waren zurück in Logan und rangierten gerade einige Wagen:

GP35 #403 und #401 beim Rangieren in Logan


Immerhin gab es von den beiden Kollegen noch eine gute Nachricht: ein M-LAUMIS war unterwegs hierhin und befand sich kurz vor Bozeman. Wir fuhren gemeinsam mal in Richtung Manhattan. Die Kollegen wollten sich zwischen Manhattan und Logan hinstellen. Sandro und ich bevorzugten aber die Strassenbrücke über die Bahn zwischen Belgrade und Manhattan. So hatte man auch noch etwas Höhe in der ansonsten flachen Gegend. Die Kollegen schlossen sich uns dann auch an und so stellten wir uns zu viert auf die Strassenbrücke. Es dauerte dann noch über eine halbe Stunde bis der Detector bei Belgrade den Zug vermeldete, kurz danach war er da:

SD70ACe #4310 und #4404 mit dem M-LAUMIS (Laurel to Missoula) bei Manhattan


Nun trennten sich die Wege, die Kollegen hatten noch was vor in Livingston und mussten dann weiter nach Denver um zurück an die Ostküste zu fliegen. Wir wollten den M-LAUMIS noch hinter Logan bei Trident erwischen. Schnurstracks fuhren wir an die Stelle in der Hoffnung, dass der Zug nicht schneller ist. Er hat hinter Logan deutlich weniger Weg zurückzulegen. Die Sorge war aber unbegründet und wir konnten in den 30min Wartezeit zuschauen wie sich langsam die Gewitterwolken vor die Sonne schoben. Als der Zug dann endlich kam war Sonne weg, dafür zusätzliche Wagen im Zugsverband drin. Erklärt auch wieso der so lange hatte hierhin. Die Wagen wurden vorhin noch durch die beiden GP35 in Logan rangiert.

SD70ACe #4310 und #4404 mit dem M-LAUMIS (Laurel to Missoula) bei Trident


Wir beendeten den Tag und fuhren nach Bozeman. Aufgrund der Infos haben wir uns für einen weiteren Tag in der Gegend entschieden. Der Ballast-Train soll morgen zurück nach Logan. Motelmässig fanden wir aber nur in Bozeman was Vernünftiges (120.-$ pro Nacht). Nach dem einchecken fuhren wir nach Downtown Bozeman und liessen es uns bei McKenzie River Pizza gut gehen. Vollgefressen schleppten wir uns zurück ins Motel und beendeten den Tag. Morgen geht es früh raus. Die Crew für den Schotterzug ist 0700 on Duty in Helena und wird dann nach Whitehall gefahren (~1h). Es empfiehlt sich daher spätestens um 0800 in Whitehall zu sein.




Donnerstag 25.8.2022

Bereits um sechs ging der Wecker und kurz nach halb sieben hatten wir ausgecheckt. Wir hatten noch knapp eine Stunde Fahrt nach Whitehall vor uns, unserem heutigen Einstiegspunkt. Etwas konsterniert waren wir aber beim Starten unseres Auto. Die Hoffnung nach der Aktion "Reifen pumpen" war da, dass dies ein einmaliges Thema war. Die Warnleuchte meinte aber bereits wieder, dass irgendwas mit den Reifendrücken nicht stimmt. Mist....
Also los zu einer Tanke. Erst bei Belgrade fanden wir dann eine, welche auch eine Luftstation hatte. Diese dafür sogar MIT Manometer, so dass wir nicht nur aufs Geratewohl etwas Luft reinhauten, sondern konkret die Drücke messen konnten. Der Übeltäter war hinten rechts. Während alle anderen Reifen mit 37psi befüllt waren (soll = 35 psi) war der hinten rechts bei 27 psi. Wir füllten mal und hofften, dass nun endgültig Ruhe ist. Die Tanke lieferte uns dann nicht nur Luft, sondern auch gleich noch etwas Flüssignahrung in Form einer Schokomilch. Sandwiches dagegen waren gerade keine vorrätig. So ging es dann zurück auf den Interstate und da drauf direkt bis nach Whitehall. Bei der vorbeifahrt in Logan sahen wir die beiden GP35 die mit ein paar MRL Grain-Hoppern beschäftigte. Eigentlich genau so Zeugs was in der Zusammenstellung nach Harrison fährt.

In Whitehall angekommen stellten wir fest: Der Zug ist noch da, die Loks noch abgekoppelt und die Crew noch nicht da, so dass wir bei einer Tanke noch ein Sandwich besorgten. Danach war auch die Crew da - die gleiche wie gestern übrigens. Während die Loks in Betrieb genommen wurden, hatten wir Zeit kurz mit der Rangierleiterin zu diskutieren. Wir hatten eigentlich erwartet, dass der Zug schon beladen sei, dem war aber nicht so. Der Plan war, dass nun die Loks angekuppelt wurden, dann geht es hoch zur Quarry wo beladen wird. Das dauere etwa 5-6h (daher ca. 1400-1500 Uhr), dann würde zurückgefahren. Hier war vorerst mal wenig Action zu erwarten, die paar Meilen in Richtung Quarry fuhr der Zug eh falsch im Licht. Angesichts der Sichtung vorhin in Logan spekulierten wir jetzt einfach mal:
Dienstag -> kein Harrison Local
Mittwoch kein Harrison Local
Wagentausch muss aber irgendwann stattfinden -> heute?

So fuhren wir schnurstracks nach Sappington und wir stellten erfreut fest: richtig spekuliert! Wie wir dort ankamen, sahen wir die beiden GP35 mit besagten Grain Hoppern auf uns zu fahren. Ich lotste Sandro mal um das Talk Werk herum direkt zum Abzweiger des Harrison Branch, da ich dort noch eine Fotomöglichkeit vermutete. Es passte viel besser als erwartet:

GP35 #403 und #401 mit dem Harrison Local bei Sappington


Der Local verschwand nun im Antelope Canyon. zeit für uns aussen rum zu fahren und sich ans andere Ende zu setzen. Leider war er für die eine Klassikerstelle mit einer Holztrestle schlicht zu früh unterwegs. Die Strecke dreht aber genügend, dass es Stellen gab die sauber im Licht waren. Das einzig mühsame war aber ein schmales Band an dünnen Wölkchen welches gerade durchzog. Und selbstverständlich kam der Zug genau jetzt um die Ecke gebogen. Immerhin war der Schleier gerade am verschwinden:

GP35 #403 und #401 mit dem Harrison Local bei Harrison


Die weitere Verfolgung bis nach Harrison war dann aber erfolgreich:

GP35 #403 und #401 mit dem Harrison Local bei Harrison


GP35 #403 und #401 mit dem Harrison Local bei Harrison


GP35 #403 und #401 mit dem Harrison Local bei Harrison


GP35 #403 und #401 mit dem Harrison Local bei Harrison


GP35 #403 und #401 mit dem Harrison Local bei Harrison


In Harrison selber schauten wir uns dann das Manöver im Detail an. Wir holten bei der Aufsicht des Grain Eleveator vorher kurz das Ok ab, dass wir uns frei auf dem Gelände bewegen dürfen. Das Manöver ist recht speditiv. Die Loks kuppeln gleich an die vollen Wagen auf dem Siding und stossen diese dann durch die Verladung durch ans Streckenende. Die Leerwagen werden so gleich ins Siding mitgezogen und passend hingestellt. Sodann können die beladenen Wagen durch das Hauptgleis gezogen werden und nach einer kurzen Kontrolle gehts zurück nach Sappington:

GP35 #401 und #403 mit dem Harrison Local beim Rangieren in Harrison. Das Manöver ist recht effizient. Die Loks mit den leeren Wagen (rechts) kuppeln direkt an die vollen Wagen (links) und schieben diese durch den Grain Elevator durch.


GP35 #401 und #403 mit dem Harrison Local beim Rangieren in Harrison. Die leeren Wagen wurden bereits auf dem Siding in finaler Position abgehängt, während die vollen Wagen bis ans Streckenende gestossen werden.


GP35 #401 und #403 mit dem Harrison Local beim Rangieren in Harrison. Die leeren Wagen wurden bereits auf dem Siding in finaler Position abgehängt, während die vollen Wagen bis ans Streckenende gestossen werden.


GP35 #401 und #403 mit dem Harrison Local beim Rangieren in Harrison. Nun werden die vollen Wagen auf dem Hauptgleis an den neu zugestellten Leerwagen vorbeigezogen. Nach einer kurzen Kontrolle und Kontaktaufnahme mit dem Dispatcher geht es dann zurück in Richtung Sappington.


GP35 #401 und #403 mit dem Harrison Local beim Rangieren in Harrison. Nun werden die vollen Wagen auf dem Hauptgleis an den neu zugestellten Leerwagen vorbeigezogen. Nach einer kurzen Kontrolle und Kontaktaufnahme mit dem Dispatcher geht es dann zurück in Richtung Sappington.


Bevor der Zug dann zurück fuhr, wurde noch der braune BNSF Hopper am Schluss zurück ins Verladegleis gestellt. Mit dem war man noch nicht fertig mit beladen. Uns gefiel dies durchaus, hatte der Zug doch so nur MRL Wagen dran auf der Rückfahrt. Das Manöver schauten wir uns aber nicht mehr an, sondern wir zogen gleich auf die Strecke vor und suchten was passendes für die Rückfahrt. Wie die Hinfahrt war auch die Rückfahrt recht früh am Tag, so dass einige der eigentlich geplanten Stellen für den Harrison Local so nicht funktionierten. Normalerweise fährt er gemäss den gesichteten Bildern am Nachmittag und nicht am späten Morgen. Es gab aber durchaus Möglichkeiten:

GP35 #401 und #403 mit dem Harrison Local bei Harrison


GP35 #401 und #403 mit dem Harrison Local bei Harrison


GP35 #401 und #403 mit dem Harrison Local bei Harrison


Der Zug verschwand nun im Antelope Canyon, wir fuhren wieder aussen herum runter nach Sappington. Erneut ging es um das Talk Werk herum. Die erste Stelle vom Morgen ging auch in die Gegenrichtung:

GP35 #401 und #403 mit dem Harrison Local bei Sappington


GP35 #401 und #403 mit dem Harrison Local bei Sappington


GP35 #401 und #403 mit dem Harrison Local bei Sappington. Zum Befahren des Harrison Branch, muss sich die Crew jeweils registrieren und bei der Rückfahrt wieder deregistrieren.


Wir verschoben uns wieder um das Talk Werk herum auf die andere Seite und stellten uns dort auf die Strassenüberführung in Erwartung der Rückfahrt des Zuges nach Logan. Aus der Ferne sahen wir auch wie die Loks auf die Mainline einbogen. Nur: plötzlich war kein Spitzenlicht mehr sichtbar und die Loks fuhren in die andere Richtung weg. Zurück zum Auto und ab in den Jefferson Canyon, denn die fahren nach Whitehall. Wir erwischten die Loks dann im Canyon selber:

GP35 #403 und #401 als Lokzug unterwegs im Jefferson Caynon. Ziel ist Whitehall um dort einige Güterwagen abzuholen.


In Whitehall wurden die Loks dann aufs Nebengleis gestellt, wo auch die abzuholenden Wagen standen.

GP35 #403 und #401 beim Rangieren in Whitehall


GP35 #403 und #401 beim Rangieren in Whitehall


Die mobile Verladeanlage zur Beladung der Hopper war aber noch in Verladestellung. Die Mannschaft begann danach die Maschinen abzustellen. Wir konnten kurz ein paar Worte mit dem Lokführer wechseln. Kurz: Verladung noch nicht fertig, wir dürfen nichts an den Wagen machen und gehen nun mal Mittagessen. Da hier gerade keine Action mehr los war, beschlossen wir mal kurz rüber zur Pipestone Quarry zu fahren und dort mal zu schauen wie weit die Beladung des Ballast Train fortgeschritten ist. Gesagt, getan und nach kurzer Fahrt und anschliessendem hochlaufen zur Trasse gab es auch ein paar Fotos:

SD70ACe #4306 und SD40-2XR #261 mit dem MRL Ballast-Train bei der Verladung auf freier Strecke bei Pipestone


SD70ACe #4306 und SD40-2XR #261 mit dem MRL Ballast-Train bei der Verladung auf freier Strecke bei Pipestone


Noch waren ein paar Wagen zum Beladen. Nichtsdestotrotz hat es sich gelohnt kurz vorbei zu schauen. Wir fuhren zurück nach Whitehall in Erwartung, dass da nun wieder etwas Action vorhanden ist. Wir erschraken aber etwas als wir sahen, dass die beiden GP35 weg waren. Ein genauerer Blick offenbarte aber auch, dass die eigentlich abzuholenden Wagen unverändert im Siding standen. Sind die wirklich leer hoch nach Whitehall und wieder leer zurück nach Sappington? So wirklich glauben wollten wir das noch nicht. Eine Möglichkeit war noch, dass die Loks allenfalls Wagen die auf dem Twin Bridges Branch abgestellt sind abholten. Um das zu checken mussten wir nur ein paar hundert Meter den Branch entlang fahren. Gleich ausserhalb der Häuser haben wir heute Morgen nämlich Wagen stehen gesehen. Sie standen auch jetzt noch dort und von den Loks war definitiv nichts mehr zu sehen. Die sind wohl tatsächlich unverrichteter Dinge wieder abgezogen weil der Verlader nicht fertig war. Wir staunten nur ab dem Leerlauf. Den Loks hinterher zu fahren machte für uns aber keinen Sinn. Der Pipestone Ausflug hat uns doch eine Dreiviertelstunde gekostet und wie weit uns die Loks voraus waren war unklar. Auch war uns nicht ganz klar wie lange der Ballast Train noch hat bis er fertig beladen ist. Wir liessen die beiden GP35 fahren und konzentrierten uns auf den Ballast Train. Wir hatten eine Stelle zwischen Pipestone und Whitehall, die am Nachmittag passend im Licht war. Man konnte dort auch gemütlich im Auto sitzend warten bis man den Zug dann in der Ferne fahren sah. So stellten wir uns da hin. Anderthalb Stunden später tauchte ein weiteres Auto auf. Die beiden Jungs hatten wir auch schon gesehen. Es dauerte dann nochmals eine Stunde bis sich der Zug dann sichtbar auf den Rückweg machte. Genug Zeit dass sich am vorher blauen Himmel Gewitterwolken auftürmen konnten. Die Hoffnung auf Sonnenfotos am Nachmittag war wieder mal dahin, halt das beste aus der Situation machen. Kurz vor vier war der Zug dann bei unserer Stelle:

SD70ACe #4306 und SD40-2XR #261 mit dem MRL Ballast-Train bei Pipestone


Bis Whitehall hatten wir ihn überholt, so dass wir uns beim Bahnübergang in der Einfahrt noch kurz hinstellen konnten:

SD70ACe #4306 und SD40-2XR #261 mit dem MRL Ballast-Train bei der Einfahrt in Whitehall


Und auch durch Whitehall durch hatten wir den Zug wieder überholt.

SD70ACe #4306 und SD40-2XR #261 mit dem MRL Ballast-Train bei Whitehall


Dann zogen wir aber in den Jefferson Canyon vor. Hier konnten wir den Zug mehrmals fotografieren. Er war zwar zügig aber halt doch langsamer als wir auf der angrenzenden Strasse unterwegs, so das sein Überholen recht problemlos möglich war.

SD70ACe #4306 und SD40-2XR #261 mit dem MRL Ballast-Train im Jefferson Canyon. Am linken Ufer sieht man Reste der Trasse der Milwaukee Road, welche hier parallel zur Northern Pacific Mainline verlief.


SD70ACe #4306 und SD40-2XR #261 mit dem MRL Ballast-Train im Jefferson Canyon


SD70ACe #4306 und SD40-2XR #261 mit dem MRL Ballast-Train im Jefferson Canyon


SD70ACe #4306 und SD40-2XR #261 mit dem MRL Ballast-Train im Jefferson Canyon


Wir fuhren nun über Sappington hinaus gleich vor bis nach Willow Creek. Wir hatten gestern schon bei der Hinfahrt des Zuges nach Whitehall feststellen müssen, dass Sappington und Willow Creek nicht beides machbar ist. In Willow Creek lockte der durchaus fotogene Grain Elevator:

SD70ACe #4306 und SD40-2XR #261 mit dem MRL Ballast-Train in Willow Creek


Ein letztes Bild gab es dann noch kurz vor Logan, wo er auf die Einfahrt in den dortigen Bahnhof wartet:

SD70ACe #4306 und SD40-2XR #261 mit dem MRL Ballast-Train kurz vor Logan


Das war es dann für heute mit Eisenbahnfotos. Nicht nur spielte das Wetter nicht mehr mit, sondern unsere Hoffnung, dass wir heute Morgen das Thema Reifendruck als erledigt markiert hatten zerschlugen sich auf dem Weg von Whitehall nach Logan. Ein kurzer Blick auf den Reifen hinten rechts bestätigte die Warnlampe. Er hatte wieder merklich weniger Luft drin als am Morgen. Wir diskutierten kurz ob wir Reifen wechseln wollen, fanden dann aber, dass wir mit dem gebuchten Rundumsorglospaket durchaus mal Alamo bemühen konnten. Bozeman Airport in dessen Nähe wir waren hätte eine Alamo Niederlassung im Fall der Fälle. Selbiges galt auch für Helena wo wir zwischenzeitlich ein Motel gebucht hatten. Die Road Assistance verwies uns dann nach Helena. So ging es auf den Interstate bis nach Three Forks, wo wir an der dortigen Tanke einerseits den Reifen hinten rechts wieder mit etwas Luft füllten, andererseits mal unser Auto entrümpelten. Nur so im Fall der Fälle. Die Stunde Fahrt nach Helena war schnell durch. Verkehr haben wir keinen gesehen. Einzig: in Toston war eine ganze Armada an schienengebundenen Baufahrzeugen auf dem Siding abgestellt. Da wird wohl wirklich grob umgebaut im Lombard Canyon. In Helena ging es direkt zum Flughafen und zur dortigen Niederlassung von Alamo. Sandro kam aber unverrichteter Dinge aus dem Terminal zurück. Obwohl der Typ am Telefon meinte dass noch offen sei, war die Niederlassung schon zu. War jetzt etwas blöd, müssen wir halt morgen schauen. So ging es zum Ramada wo wir ein Zimmer gebucht hatten. Nach dem Checkin gingen wir noch vor dem eigentlichen Zimmerbezug zum Nachtessen. Es war schon wieder fast acht Uhr abends. Panda Express war heute für die Magenfüllung zuständig.
Zurück im Motel mussten wir feststellen, dass uns die Gute Dame ein Raucher Zimmer gegeben hat (gebucht: klipp und klar NON Smoking). Das Ding stinkte fürchterlich und wirklich sauber war es auch nicht -> also ab zur Rezeption. Die Dame meinte nur: ach als wir gebucht haben sei kein Nichtraucherzimmer mehr verfügbar gewesen. Davon hat sie aber beim vorherigen Checkin inklusive Abbuchung des Geldes aber nichts erwähnt. Ein Ersatzzimmer gab es zwar dann, doch war dies nur mit einem Bett und einem Bettsofa ausgestattet. Zähneknirschend haben wir das dann akzeptiert. Nach ein paar Minuten probe liegen auf der Bettsofa-Banane hab ich mir dann aus Kissen und Zusatzdecken auf dem Boden ein Nachtlager zusammengeschustert. Wirklich erholsam wird die Nacht wohl nicht....


Wie die Nacht war, ob wir die Reifenproblematik zu einem erfolgreichen Ende führen können und was wir sonst noch so erlebt haben. Das gibt es alles im nächsten Beitrag der Reihe "Under the Big Blue Sky & in the Red Rocks" - in ein paar Tagen hier auf diesem Kanal.